Keramik, Porzellan, Steingut.. was ist das?

Begriffsursprung: Das Wort Keramik ist griechischen Ursprungs. Kera/ Keramos bedeutete Horn/ Trinkhorn, später wurden alle Trinkgefäße und dann Töpferware so benannt. Kerameus wurde zur Berufsbezeichnung und Kerameikos war im alten Athen der Stadtteil der Töpfer. Keramis/ Keramike nannte man die Tone.

Keramik ist heute ein Sammelbegriff für zahlreiche Produktarten wie z.B. Irdenware, Steingut, Steinzeug und Porzellan. Es werden somit Erzeugnisse aus nichtmetallischen und anorganischen Materialien bezeichnet, die zuerst geformt und danach durch Wärmebehandlung verfestigt (gesintert) werden.

Man kann unterscheiden in Grob- und Feinkeramik.

Grobkeramik – heterogen = bis zu 0,1 mm große Unterschiede im Scherben sind für das bloße Auge erkennbar, sie kann dicht oder porös sein.

Feinkeramik – homogen = mit dem bloßen Auge sieht der Scherben einheitlich aus, sie kann dicht oder porös sein.

Scherbenqualität

Schema Scherbendichte

Die Scherbenqualitäten sind wie folgt einteilbar:

 

 

 

 

 

Ceracron

Ceracron ist ein besonders kantenfester Scherben von Friesland Porzellan. Er ist ein patentiertes Gemisch. Ceracron wurde in den 1970er Jahren in unserem Hause entwickelt, um bunt glasiertes Geschirr herstellen zu können, welches dennoch langlebiger ist als ein Steingut-Geschirr. Die Härte entspricht eher einem Steinzeug bzw. dem Porzellan. Unser Geschirr "Ammerland" besteht aus rotem Ceracron, während Happymix und Trendmix aus weißem angefertigt werden.

Gemeinsam ist allen keramischen Produkten ein gleicher Werdegang.

Die charakteristischen Stufen sind:

  1. Rohstoff- bzw. Werkstoff-Gewinnung und Aufbereitung
  2. Gestaltung und Formgebung
  3. Brennen zur Umwandlung der Rohstoffe in den keramischen Scherben

Bei Geschirr gibt es meist noch mehr Stufen, wie etwa das Glasieren und evtl. Dekorieren, was jeweils mit nochmaligem Brennen verbunden ist. Wie genau das alles funktioniert, wird im Artikel über unsere Produktion erklärt.